Master Lehramt

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Modul Psychologie des Lehrens und Lernens“

 

Die Psychologie als Wissenschaft vom Verhalten und Erleben entwickelt elaborierte Bestände von Theo­rien und empirischen Befunden, auf deren Basis die Prozesse des Unterrichtens und Erziehens beschrieben, erklärt, vorher­gesagt und beeinflusst werden können. In diesem Modul wird in zwei Vorlesungen schulbezogenes psycho­logisches Fachwissen zu den Determinanten der Schulleistung und methodisches Wissen zu psychologischen Denkweisen vermittelt. Zudem werden kognitive und motivationale Aspekte von Lehr- und Lernprozessen schulbezogen dargestellt. In den Semina­ren werden die Inhalte vertiefend reflektiert. Das Modul hat einen Umfang von 10 Leistungspunkten.

 

Lehrinhalte

Das Modul vermittelt kompetenzorientiert schulbezogenes psychologisches Fachwissen zu den Determinanten der Schulleistung und methodisches Wissen zu psychologischen Denkweisen. Zudem übernehmen die Studierenden eigene Lehrtätigkeiten und reflektieren vor dem Hintergrund der psychologischen Lehr-/Lernforschung ihre eigenen Vermittlungserfahrungen. Zentrale Ergebnisse der Forschung zu Entwicklungs-, Erziehungs- und Unterrichtsprozessen werden thematisiert und für verschiedene Schülergruppen angepasst.

  •  Kognitive und motivationale Aspekte vor allem schulischer Lernprozesse, mit Bezug auf empirische Untersuchungen
  •  Grundlegende Intelligenz und Begabungsmodelle
  •  Befunde empirischer Studien zur Diagnostik und Förderung begabter Kinder
  •  Schulbezogene Diskussion der erarbeiteten Inhalte 
  •  Zentrale Lerntheorien aus psychologischer Sicht
  •  Lern- und Lehrstrategien
  •  Störungen von Lernprozessen 
  •  Ursachen und Formen von Lern- und Verhaltensstörungen im Kindes und Jugendalter sowie Diagnose-, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
  •  Entwicklungstheorien des Kindes- und Jugendalters
  •  Aspekte pädagogisch-psychologischer Diagnostik
  •  Methoden und Ergebnisse empirischer (nationaler und internationaler Schulleistungsvergleichs-) Studien
  •  Zentrale Ansätze der Motivations- und Interessenforschung
  •  Möglichkeiten zur Motivations- und Interessenforschung im schulischen Kontext
  •  Zentrale Kommunikationsmodelle unter besonderer Berücksichtigung der Lehrer-Schüler-Interaktion

 

 

Modul Inklusion in der Schule: Teil Heterogenität“

 

Das Modul „Inklusion in der Schule: Heterogenität und Sprachbildung“ ist im dritten Master-Semester (Praxissemester) des Lehramtsstudiums an der CAU vorgesehen. Die Studierenden belegen in diesem Modul eine Vorlesung sowie eine begleitende praktische Übung.  Entsprechend eines weiten Inklusionsverständnisses werden im Modul verschiedene Dimensionen von Heterogenität behandelt. Die Vorlesung besteht aus zwei thematisch separaten Teilen, wobei die Arbeitseinheit Pädagogisch-Psychologische Diagnostik als Grundlage von Inklusion und Heterogenität den Vorlesungsteil "Heterogenität" sowie die praktischen Übungen zu Heterogenität aus pädagogisch-psychologischer Perspektive verantwortet. Das Modul vermittelt kompetenzorientiert schulbezogenes pädagogisch-psychologisches Fachwissen zu schulrelevanten Heterogenitätsdimensionen und basales forschungsmethodisches Wissen zur Einordnung empirischer Studien und zur Reflexion der eigenen beruflichen Praxis als Lehrkraft sowie zur Durchführung eigener Arbeiten im Rahmen des Forschenden Lernens im Praxissemester. Zentrale Ergebnisse der Forschung zu Inklusion und Heterogenität werden thematisiert. Das Modul hat einen Umfang von 5 Leistungspunkten und wird mit einem Portfolio oder einer mündlichen Prüfung abgeschlossen.

In dem Vorlesungsteil „Heterogenität“ wird zunächst in das Thema Inklusion eingeführt unter Bezugnahme auf wesentliche theoretische Konzepte und empirische Befunde. Als schulrelevante Heterogenitätsdimensionen werden insbesondere Geschlecht und Geschlechtsstereotype, Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörungen, verschiedene externalisierende (z.B. aggressives Verhalten) und internalisierende Probleme (z.B. depressive Symptome, Posttraumatische Belastungsstörungen), Bullying sowie Störungen aus dem Autismus-Spektrum behandelt. Dabei werden jeweils Fallbeispiele und Hinweise zur Diagnostik gegeben und Möglichkeiten des Umgangs im Unterricht thematisiert. Abschließend werden allgemeine evidenzbasierte Gestaltungsaspekte inklusiven Unterrichts vorgestellt.

In den vorlesungsbegleitenden Übungen sollen Grundlagen für die Bearbeitung heterogenitätsbezogener Fragestellungen im Praxissemester erworben werden. Wesentliche Merkmale empirischen Arbeitens und pädagogisch-psychologische Forschungsmethoden werden in Grundzügen vorgestellt. Die Studierenden werden darin angeleitet, im Sinne evidenzbasierten Handelns in der Praxis, aktuelle empirische Forschungsarbeiten aus dem Themenbereich Inklusion und Heterogenität (z.B. zu ADHS, Bullying und Cyberbullying, Hochbegabung, internalisierenden Symptomen) kritisch zu rezipieren und vor dem Hintergrund ihrer späteren Tätigkeit als Lehrkräfte zu reflektieren. Für Studierende, die eine mündliche Prüfung in dieser Übung ablegen möchten, wird die Bearbeitung einer Leitfrage im Sinne des forschenden Lernens eng begleitet: die Studierenden werden dabei angeleitet, eine eigene Fragestellung aus dem Themenbereich Inklusion und Heterogenität zu formulieren, erhalten das Handwerkszeug, diese in der Praxisphase bearbeiten und reflektieren zu können und werden bei der Umsetzung unterstützt. Die Verbindung von Theorie und Praxis wird zudem durch eine Sitzung inklusiver Hochschullehre abgerundet.