Erfolgreich in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) des BMBF: LeaP@CAU geht ab 01.07.2019 in die zweite Förderphase

19.06.2019

Am IPL werden dabei zwei in der ersten Förderphase erfolgreiche Teilprojekte fortgeführt und zusätzlich startet ein neues Teilprojekt.

Wir freuen uns, dass wir Dr. Sophus Renger auch für die zweite Förderphase des Teilprojekts LASER (LehrAmt: SelbstErkundung und Rekrutierung, Projektleitung Dr. Michaela Köller) gewinnen konnten. In diesem Teilprojekt stehen Stereotype gegenüber Lehrkräften und Selbst-Stereotypisierungen von Lehramtsstudierenden im Mittelpunkt. Die Forschung zu diesen Stereotypisierungen und den Möglichkeiten, diesen zu begegnen, soll ausgebaut werden und in Maßnahmen zur Selbstreflexion für (angehende) Studierende und zur Beratung von Lehrenden einfließen. Daneben ist die Entwicklung eines integrierten Konzeptes zur Eignungsabklärung für das Lehramtsstudium an der CAU Kiel geplant, welches Diagnostik und Beratung zusammenführt.

Wir freuen uns auch darüber, dass das Teilprojekt HeKla (Heterogenität im Klassenraum; Projektleitung Prof. Dr. Friederike Zimmermann) weitergeführt wird. In der Lehre wird ein Fokus auf der Weiterentwicklung von Konzepten zur Verschränkung pädagogisch-psychologischer und fachdidaktischer Inhalte zum Umgang mit Heterogenität im Unterricht liegen. Aufbauend auf den bisherigen Forschungsarbeiten in diesem Teilprojekt zur Urteilsgenauigkeit von Lehrpersonen sowie zu ihren Überzeugungen und Stereotypen im Kontext inklusiven Unterrichts, soll weiterführend untersucht werden, inwieweit sich verschiedene schülerseitige Heterogenitätsaspekte in ihrer Intersektionalität auf die Urteilsgenauigkeit von Lehrpersonen auswirken. Dazu wird das Instrument des „Simulierten Klassenraums“ weiterentwickelt und soll schließlich auch als digitale Lernumgebung im Lehramtsstudium erprobt werden. Schließlich freuen wir uns mit dem Projekt Schülertexte kompetent bewerten: Entwicklung einer digitalen Plattform (Schüko, Projektleitung Prof. Dr. Jens Möller) beginnen und so die diagnostische Kompetenz von Lehramtsstudierenden fördern zu können. Am IPL entwickelte Instrumente wie der „Simulierte Klassenraum“ und das „Schülerinventar“ (Kaiser et al., 2017) ermöglichen es Lehramtsstudierenden z. B. Schüleraufsätze oder andere Leistungen bewerten zu lassen, zu ihren Beurteilungen Feedback zu erhalten und so Diagnosen und pädagogische Anschlusshandlungen zu verbessern. Im geplanten Projekt soll das Schülerinventar für eine ganze Palette von Schulfächern mit je spezifischen fachdidaktisch relevanten und in der Schulpraxis auftretenden Herausforderungen bei der Beurteilung von Schülerarbeiten weiterentwickelt und evaluiert werden.